18/06/2026 0 Kommentare
Verabschiedung von Pfarrer Christoph Anders am 7. Juli 2026 - Ein Fest der Klänge und Worte
Verabschiedung von Pfarrer Christoph Anders am 7. Juli 2026 - Ein Fest der Klänge und Worte
# Aktuelles in der NOOMI-Region

Verabschiedung von Pfarrer Christoph Anders am 7. Juli 2026 - Ein Fest der Klänge und Worte
„Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem HERRN. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den HERRN lobte: »Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig«, da wurde das Haus erfüllt mit einer Wolke als das Haus des HERRN.“ (2. Chronik 5,13)
Mächtig und gewaltig eröffnete der erweiterte Blechbläserchor mit Bläserinnen und Bläsern aus den Gemeinden Waidmannslust, Alt-Wittenau und Frohnau den Gottesdienst zur Verabschiedung unseres Gemeindepfarrers Christoph Anders. Und als dann auch noch die bis in die Seitengänge vollbesetzte Kirche das erste Lied „Lobet den Herren alle, die ihn ehren“ anstimmte, sprachen manche Teilnehmende gar von einem regelrechten Gänsehautmoment.
Was für ein Fest! Sowohl der Gottesdienst, als auch danach. Souverän und empathisch wie immer, leitete Pfarrer Christoph Anders durch den Festgottesdienst zu seiner Verabschiedung in den Ruhestand. Superintendent Thomas Harms gab einen umfassenden Rückblick auf das volle und vielfältige berufliche Leben unseres Pfarrers.
Und so schaute dann auch Christoph Anders in seiner Abschiedspredigt auf die Spannung zwischen den ersten Worten des Predigtliedes „Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr“ und der Solidarität und Gemeinschaft unter den frühen Christen nach Apostelgeschichte, Kapitel 4. Auch heute noch gelebt, bescherte diese Gemeinschaft ihm eine Vielzahl an „Hände-Füll-Erfahrungen“ in Waidmannslust, auf die er dankbar zurückblickt. Leise kritische Gedanken zu Visionen und Unvermögen der eigenen Theologen-Generation sowie den Realitäten im menschlichen Miteinander leiteten über in die Ermutigung, dass wir im Bewusstsein der Liebe Gottes auch in Zukunft als Christus-Gemeinschaft in einem gelingenden Miteinander sichtbar werden.
Die komplette Predigt können Sie hier nachlesen (PDF).
Entpflichtung und Segen durch den Superintendenten sowie ein Video-Ständchen der Kinder vom Kindergottesdienst waren weitere Höhepunkte des Gottesdienstes.
Anschließend luden Pfarrer und Gemeinde zu einem Fest auf der Kirchwiese ein. Dort vereinigten sich die gesprochenen und gesungenen Beiträge diverser Laudatorinnen und Laudatoren und des Kirchenchores der Gemeinde zu einem freudigen Abschiedsblumenstrauß, von dem unser Pfarrer nach eigener Aussage noch lange zehren wird.
So sprachen u.a. Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken Wegner, der Direktor des Berliner Missionswerkes, Pfarrer Dr. Ulrich Schöntube sowie die stellvertretende Vorsitzende, Pfarrerin Conny Behrmann. Außerdem die Geschäftsführerin des Gustav-Adolf-Werkes der EKBO, Constanze Rode. Pfarrerin Ute Sauerbrey ergänzte die Vorträge um eine schwungvolle Liedpredigt mit Zitaten der eben erst von Pfarrer Anders gehaltenen Festpredigt.
In Anerkennung seines segensreichen Wirkens nach einer disruptiven Situation im Jahr 2019 überreichte ihm die Gemeinde - frei nach Luthers Ausspruch - ein Apfelbäumchen sowie ein Kochbuch mit Lieblingsrezepten von diversen Gemeindemitgliedern. Er selbst bedankte sich abschließend bei seiner Familie, bei Wegbegleitenden früherer beruflicher Stationen und nicht zuletzt auch bei den vielen Menschen aus Waidmannlust und den NoOMi-Gemeinden für sieben erfüllte Jahre als Gemeindepfarrer.
So sehnsüchtig wohl fast jeder berufstätige Mensch den Zeitpunkt des Endes seines oft stressigen Berufslebens herbeisehnt, so wehmütig blickt nun die Waidmannsluster Gemeinde in die Zukunft. Die Zusage von Superintendent und Kreiskirchenrat, sich für eine Lösung der pfarramtlichen Versorgung in der Region NoOMi nach dem zusätzlichen Ausscheiden von Pfarrer Volker Lübke Ende diesen Jahres einzusetzen, gibt Hoffnung. Ebenso die Zuversicht auf ein Zusammenwachsen der drei NoOMi-Gemeinden zu vereinter Stärke. In dieser Perspektive schloss auch der Gottesdienst im Gemeindegesang mit Paul Gerhardts Worten: „Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue. Lob sei den starken Händen, die alles Herzleid wenden.“
Text: Henry Pohle

Collagen mit Fotos zur Predigt und zur Entpflichtung: Sabine Schmidt

Foto im Zelt mit Familie Anders: Olivia Stein
Foto mit NoOMi-Pfarrteam, Martin Blaschke, Olivia Stein und Marion Meyer: Bernd Verkin
Weitere Fotos gibt es in Kürze hier.
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